Über uns

Für Jamileh Theisen könnte es jeden Tag – nicht nur rote – Rosen regnen

In der sonst so ruhigen Siedlung »Polcherholz« wachsen nicht nur alle Arten von Beeren und blühen Rosen auf, sondern auch die Emotionen

»Ohne Rosen kann ich nicht sein. Sie sind ein Ausdruck von Schönheit«, sagt Jamileh Theisen, Inhaberin des »Ro-sen- und Beerengartens« in der Siedlung Polcherholz.

 

Dass Jamileh ihren Beruf als Berufung ansieht, merkt man schnell, wenn man sie auf ihrem Hof besucht. Die gebürtige Perserin hat vor rund 20 Jahren ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft entdeckt. »Meine Seele braucht die Natur«, erklärt sie. Damals betrieb ihr Ehemann Karl-Heinz Theisen noch eine traditionelle Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehwirt-schaft. Aus wirtschaftlichen Gründen entschied sich das Ehepaar, nach einer Beratung durch Fachleute, auf Beeren und insbesondere Erdbeeren umzusatteln.
Noch heute sind die roten Früchte das Hauptgeschäft der Familie. Inzwischen sind sie aber breiter aufgestellt. Neben Beeren aller Art, baut die Familie unter anderem auch Kirschen und seit 2016 sogar Aprikosen an. Diese neuen Impulse stammen von Sohn Darius. Er ist gelernter Gärtner mit Schwerpunkt Obstbau und wird den Hof in der vierten Generation übernehmen.
Eine besondere Leidenschaft hegt Jamileh Theisen aber nicht nur für die Beeren aus der Familie der Rosengewächse, sondern vor allem für den Anbau ihrer Rosen selbst. Auf gut einem halben Hektar baut sie rund 200 Sorten Duftrosen an. Die frisch geschnittenen Rosen bietet sie von Juni bis Ende Oktober sowohl in ihrem Hofladen als auch auf dem Mayener Wochenmarkt an. »Durch die Rosen habe ich eine ganz besondere Beziehung zu meinen Kunden aufgebaut.« Ihre Begeisterung für die schönen Gewächse teilt sie mit ihren Kunden, die nicht nur wegen der guten Qualität auf den Hof kommen.
Besonders der emotionale Aspekt spielt eine große Rolle. »Der Hof ist ein Privatgelände, kein anonymer Ort, wie ein Supermarkt. Hier ‚blühen‘ meine Kunden, wie meine Rosen, regelrecht auf.« Wenn Menschen auf ihren Hof kämen, dann würden sich diese öffnen und Vertrauensmomente entstünden. Denn Rosen kaufe man oft zu einem bestimmten Anlass, sei es ein Jahrestag, eine Taufe oder eine Beerdigung. Die Landwirtin ist dann alles in einem, Verkäuferin, Floristin, aber auch Psychologin und Freundin. »Diese Nähe schätzen alle, die herkommen. Daher erwarten sie auch, dass die Chefin persönlich anwesend ist. Doch sie geben so viel zurück«, sagt die sympathische Frau. »Die Menschen schenken mir Anerkennung, Liebe und fühlen wirklich mit. In einem Jahr wie diesem, in dem es noch nie so wenig Erdbeeren wegen der schlechten Witterungsverhältnisse gab, rufen die Leute an und erkundigen sich nach uns und unserem Befinden.« Das Erdbeerfest, das sie immer im Sommer feiern, ist daher auch mit der schönste Anlass im Jahr. Über 1.000 Menschen kommen dann und es fühlt sich fast an, wie ein Familienfest.
Aber das Erzeugen regionaler Produkte wird zunehmend schwieriger. »Es wird immer von Klimawandel gesprochen, aber hier findet er tatsächlich statt«, sagt die Rosenfreundin. Hagel, Frost, Niederschlag und unbeständige Temperaturen machen den Anbau immer schwieriger. Hinzu kommt der Mindestlohn, den Theisen zwar gerne zahlt, der die Produkte aber teurer mache und sie im Konkurrenzkampf mit Discountern immer schlechter dastehen lasse.
Beharrlichkeit, Ausdauer und Leidenschaft seien daher unverzichtbar, um heute noch als regionaler Erzeuger tätig zu sein.

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Für Jamileh Theisen könnte es jeden Tag – nicht nur rote – Rosen regnen

In der sonst so ruhigen Siedlung »Polcherholz« wachsen nicht nur alle Arten von Beeren und blühen Rosen auf, sondern auch die Emotionen

»Ohne Rosen kann ich nicht sein. Sie sind ein Ausdruck von Schönheit«, sagt Jamileh Theisen, Inhaberin des »Ro-sen- und Beerengartens« in der Siedlung Polcherholz.

 

Dass Jamileh ihren Beruf als Berufung ansieht, merkt man schnell, wenn man sie auf ihrem Hof besucht. Die gebürtige Perserin hat vor rund 20 Jahren ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft entdeckt. »Meine Seele braucht die Natur«, erklärt sie. Damals betrieb ihr Ehemann Karl-Heinz Theisen noch eine traditionelle Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehwirt-schaft. Aus wirtschaftlichen Gründen entschied sich das Ehepaar, nach einer Beratung durch Fachleute, auf Beeren und insbesondere Erdbeeren umzusatteln.
Noch heute sind die roten Früchte das Hauptgeschäft der Familie. Inzwischen sind sie aber breiter aufgestellt. Neben Beeren aller Art, baut die Familie unter anderem auch Kirschen und seit 2016 sogar Aprikosen an. Diese neuen Impulse stammen von Sohn Darius. Er ist gelernter Gärtner mit Schwerpunkt Obstbau und wird den Hof in der vierten Generation übernehmen.
Eine besondere Leidenschaft hegt Jamileh Theisen aber nicht nur für die Beeren aus der Familie der Rosengewächse, sondern vor allem für den Anbau ihrer Rosen selbst. Auf gut einem halben Hektar baut sie rund 200 Sorten Duftrosen an. Die frisch geschnittenen Rosen bietet sie von Juni bis Ende Oktober sowohl in ihrem Hofladen als auch auf dem Mayener Wochenmarkt an. »Durch die Rosen habe ich eine ganz besondere Beziehung zu meinen Kunden aufgebaut.« Ihre Begeisterung für die schönen Gewächse teilt sie mit ihren Kunden, die nicht nur wegen der guten Qualität auf den Hof kommen.
Besonders der emotionale Aspekt spielt eine große Rolle. »Der Hof ist ein Privatgelände, kein anonymer Ort, wie ein Supermarkt. Hier ‚blühen‘ meine Kunden, wie meine Rosen, regelrecht auf.« Wenn Menschen auf ihren Hof kämen, dann würden sich diese öffnen und Vertrauensmomente entstünden. Denn Rosen kaufe man oft zu einem bestimmten Anlass, sei es ein Jahrestag, eine Taufe oder eine Beerdigung. Die Landwirtin ist dann alles in einem, Verkäuferin, Floristin, aber auch Psychologin und Freundin. »Diese Nähe schätzen alle, die herkommen. Daher erwarten sie auch, dass die Chefin persönlich anwesend ist. Doch sie geben so viel zurück«, sagt die sympathische Frau. »Die Menschen schenken mir Anerkennung, Liebe und fühlen wirklich mit. In einem Jahr wie diesem, in dem es noch nie so wenig Erdbeeren wegen der schlechten Witterungsverhältnisse gab, rufen die Leute an und erkundigen sich nach uns und unserem Befinden.« Das Erdbeerfest, das sie immer im Sommer feiern, ist daher auch mit der schönste Anlass im Jahr. Über 1.000 Menschen kommen dann und es fühlt sich fast an, wie ein Familienfest.
Aber das Erzeugen regionaler Produkte wird zunehmend schwieriger. »Es wird immer von Klimawandel gesprochen, aber hier findet er tatsächlich statt«, sagt die Rosenfreundin. Hagel, Frost, Niederschlag und unbeständige Temperaturen machen den Anbau immer schwieriger. Hinzu kommt der Mindestlohn, den Theisen zwar gerne zahlt, der die Produkte aber teurer mache und sie im Konkurrenzkampf mit Discountern immer schlechter dastehen lasse.
Beharrlichkeit, Ausdauer und Leidenschaft seien daher unverzichtbar, um heute noch als regionaler Erzeuger tätig zu sein.

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